UKH zieht Kaufangebot für Burgenlandklinikum zurück – Die Privatisierung kommt!

Die Übernahme des Burgenlandklinikums durch das Universitätsklinikum Halle ist vom Tisch. Das Uniklinikum zog sich nun aus seinem Kaufangebot nach Bekanntwerden der Analyseergebnisse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG über das Burgenlandklinikum zurück. Der UKH-Chef Moesta sagte: „Wir müssen feststellen, dass die Risiken für das Universitätsklinikum zu hoch sind.“ Laut MZ-Artikel: „Klinik-Kauf scheitert“ von heute seien für eine Rentabilität beider Häuser, also Naumburg und Zeitz erhebliche Investitionen nötig. Auch sollen höhere Kosten für Versicherung, Gehälter und Sozialabgaben und hohe Kreditzinsen eine Rolle spielen.

Damit steht das Burgenlandklinikum vor der Privatisierung.
Neben der umstrittenen Klinik-Kette Ameos liegen noch andere Bieter im Rennen.

Die AfD stand dem Kaufangebot von Beginn an skeptisch gegenüber, weil Grundsätzliches fehlte: Offenlegung Geschäftsbericht, Entwurf eines Gesellschaftervertrages etc.. Der Kauf mit dem UKH war demnach nur ein Spiel auf Zeit, denn die jetzige Bewertung der KPMG der beiden Klinikhäuser ergibt das, was der Geschäftsbericht 2018 bereits aussagte. Der Inhalt des Geschäftsberichts 2018, der bis zur letzten Kreistagsentscheidung das Klinikum betreffend, der Öffentlichkeit verborgen blieb und nur in internen Kreisen kursierte, hätte enorm und v.a. zeitsparend für Aufklärung gesorgt.

Ein Unternehmen – was alle Krankenhäuser durch bundesgesetzliche Regelungen nun mal zweifelsohne sind, kann nicht nur durch politische Absichtsbekundungen geführt werden, so wie es die CDU, SPD & Co. proklamierten. Zudem scheinen die Damen und Herren der vergangenen Aufsichtsratsperioden die betriebswirtschaftliche Entwicklung des Klinikums entweder nicht erkannt zu haben oder aber eben politische Fehlentscheidungen getroffen zu haben.
Das UKH wird sich für die Bewertung durch die KPMG zudem etwas kosten lassen haben. Die KPMG will Geld für die Analyse. Diese hätte der Vorstand und der Aufsichtsrat der Burgenlandklinikum GmbH zuvor erstellen müssen.

Insgesamt ist die Historie um die Eigeninsolvenz gezeichnet von blindem Aktionismus und Scheinlösungen. Vermissen lässt sich seitens des Landrats eine Suche nach Möglichkeiten, die Häuser des Burgenlandklinikums in kommunaler Hand des Landkreises zu halten. Die AfD-Kreistagsfraktion hatte dazu Vorschläge eingebracht, die abgelehnt wurden.

Vor diesem Hintergrund gilt es, die Verantwortung des Klinikvorstands und des Aufsichtsrats gerade der vergangenen Legislatur tiefgründig zu untersuchen.

Die AfD kann – bei allem, was sie über Ameos sieht und hört, einer Übernahme durch diese NICHT gutheißen. Wir werden uns nun im Sinne der Bürgerinnen und Bürger für den einen noch vorhanden sozial denkenden Bieter „SRH“ stark machen.

(Quelle: AfD-Fraktion Burgenlandkreis)